Martina Topley Bird Live 2008

Termine

Mo. 10.11.08 Montag Mo.
Di. 11.11.08 Dienstag Di.

Wizard Promotions

Am Anfang stand ein Tippfehler.
Als die wunderbare Stimme von MARTINA TOPLEY BIRD 1995 erstmals auf einem Pop-Album zu hören war, da hieß sie im Booklet fälschlicherweise Martine. Großartig gestört hat es die in London aufgewachsene Sängerin nicht, gab sie ihr Künstlerdebüt doch auf Trickys kleinem TripHop-Meisterwerk „Maxinquaye“. Ein paar Jahre sollten die beiden zusammenarbeiten, dann gingen sie privat wie beruflich auseinander. Auf Martinas außergewöhnlicher Gesang, der ihr unter anderem den Titel der „schwarzen Marlene Dietrich des Soul“ einbrachte, waren da schon andere aufmerksam geworden: Primus und David Holmes, der 2003 wie auch Josh Homme von Kyuss und Mark Lanegan an ihrem Debüt „Quixotic“ beteiligt war. So exotisch das Line-Up, so exotisch war auch der Fusion-Sound aus Vintage Soul, Rock und Blues für die Nacht, mit der ihr eine Nominierung für den Mercury Prize gelang. In den letzen Jahren tauchte sie auf Platten von Son Of Dave, Jon Spencer Blues Explosion, Diplo, Gorillaz oder jüngst den Gutter Twins auf. Es hätten bei so viel Talent viel mehr Eintragungen in der Credit-Liste sein können. Zeit für ein zweites Soloalbum blieb also zu Genüge, denn „…es sieht auf den ersten Blick fast so aus, als wäre ich Hobby-Musikerin, aber ich warte einfach auf die richtigen Konstellationen“. Nachdem sie ihr Erstwerk 2004 in überarbeiteter Form als „Anything“ wieder veröffentlichte, präsentiert MARTINA TOPLEY BIRD nun endlich ihr zweites, richtiges Studioalbum „The Blue God“. Es wird getragen von einer Stimme, die einen auf die dunklen Seiten holt, unter die Oberfläche entführt, denn Musik „…ist für mich, Zutritt zu Gedanken und Gefühlen zu finden, die im Verborgenen liegen…“. Und dann stimmte die Konstellation wieder, diesmal traf Martina auf BRIAN BURTON, besser bekannt als DANGER MOUSE, dem Soundgehirn von GNARLS BARKLEY. Mit für sie fertige Songs ging MARTINA TOPLEY BIRD in ein Studio in Los Angeles, übrig blieb dann nur der hitverdächtige Track „Poison“. Die beiden wollten einen Neustart, der unter Mithilfe von live eingespielten Instrumenten wie einer luxuriösen Produktion ein Brücke von Martinas Vergangenheit zu den visionären Klängen von DANGER MOUSE baut. „The Blue God“ erfüllt alle erhobenen Ansprüche und nimmt einen mit auf eine Luxusreise, die von einem Wurlitzer-Walzer („Snowman“) zu psychedelischem Pop a la Arthur Lee’s Love („April Grove“), von zartem TripHop („Phoenix“) zu unheilvoller, von geisterhaftem Rock durchsetzter Elektronika führt. Dieses Stück heißt nicht umsonst „Something To Say“, denn Martina TOPLEY BIRD hat wirklich etwas zu sagen.

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